Johanna Hofmann

Johanna HofmannFür ein faires, respektvolles Miteinander

Gute Medizin beinhaltet für mich auch das emotionale Wohlbefinden. Jede Diagnostik und Therapie steht oder fällt mit der Kooperation der Patienten – die ich als Tierärztin nur gewinnen kann, wenn sich meine Patienten bei mir sicher fühlen.

Ein empathischer, rücksichtsvoller Umgang mit Tieren und das Verständnis ihres Verhaltens ist daher früh zu meinem Kernthema geworden. Schon seit 2009, anfänglich durch ehrenamtliche Tierschutztätigkeit und ein Freiwilliges Jahr im Tierheim, ziehen mich die "unberührbaren" Tiere an, die oft durch fehlende oder traumatische Erfahrungen ihr Vertrauen in Menschen verloren haben. Dieses Interesse festigte sich während meiner Ausbildung und Tätigkeit als Tiermedizinische Fachangestellte (TFA) wie auch bei der freiwilligen Arbeit mit beschlagnahmten, verletzten oder verwaisten Wildtieren in Südafrika.

Im Tiermedizinstudium absolvierte ich weitere Fortbildungen zum Thema und beschäftigte mich an der Kleintierklinik intensiv mit patientenfreundlichem Umgang beim Tierarzt, wozu ich auch mehrere internationale Zertifikate erwarb (u.a. Stress Free Veterinary Professional, Low Stress HandlingTM Silver Certification, Cat Friendly Veterinary Professional (ISFM)). Im Praktischen Jahr konnte ich im In- und Ausland wertvolle Erfahrungen besonders im katzenfreundlichen Umgang und in der Verhaltensmedizin der Katze sammeln und darf mich sehr glücklich schätzen, dabei auch Frau Dr. Zurr kennengelernt zu haben.

Seit 2022 absolviere ich nun die Weiterbildung für die Zusatzbezeichnung Verhaltenstherapie sowie die ttouch-n-click Trainerausbildung in Berlin. So möchte ich das Verständnis für unsere tierischen Mitbewohner weiter vertiefen – und meinen Patienten helfen, Ängste zu besiegen und Missverständnisse mit ihren Menschen zu lösen.

Darüber hinaus möchte ich mich unbedingt weiter für einen patientenfreundlichen Umgang in der Tierarztpraxis engagieren und mich dafür einsetzen, tierfreundliche Methoden und Medical Training als normalen Bestandteil der Tiermedizin zu etablieren.

Denn Lebensqualität bedeutet mehr als körperliche Gesundheit.